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Wenn’s beim Montieren kracht, war’s oft schon im CAD falsch.“

Wenn’s beim Montieren kracht, war’s oft schon im CAD falsch.“"

🧠 Viele Bauteile scheitern nicht am Material, sondern an der Montage. 👉 Der Grund? Passungen, die konstruktiv sauber aussehen – aber in der Realität Spannungen aufbauen, die später zu Rissbildung, Verformung oder Ausfällen führen.

🔍 Was sind Montagespannungen?

Wenn Bauteile gezwungen werden, sich an eine Form oder Position zu halten, die sie geometrisch nicht ohne Spannung erreichen, entsteht intern: • Elastische oder plastische Verformung • Ungewollte Vorspannung • Ungleichmäßige Kraftverteilung • Und in der Folge: Funktionsverlust oder Bruch

❌ Typische Designfehler: • Bohrungen oder Passflächen nicht koaxial • H7/g6 oder ähnliche Übergangspassungen ohne Toleranzbetrachtung • Kein Ausgleich vorgesehen bei Wärmedehnung • Falsche Fügefolge in der Montage (z. B. Reihenfolge führt zu Vorspannung) • Nicht berücksichtigt, dass mehrere Teile gleichzeitig zueinander passen müssen

✅ Worauf du im Design achten solltest: 1. Toleranzketten analysieren – systemweit! 2. Montagesituation realistisch abbilden (z. B. Ausrichtung durch Vorrichtung?) 3. Gleitpassung nur dort, wo Ausdehnung erlaubt ist 4. Spiel gezielt einsetzen – aber nie „blind vertrauen“ 5. Kontaktbedingungen in FEM prüfen 6. Prototypenbau nutzen, um Montagekräfte zu messen

💡 Fazit: 👉 Ein gutes Bauteil funktioniert nicht nur im Modell – sondern lässt sich auch spannungsfrei montieren. Denn: Spannung bei der Montage heißt oft Spannung beim Betrieb.

💬 Hast du schon mal eine Baugruppe erlebt, die sich beim Zusammenbau „weggespannt“ hat?

 
 
 

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