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„Werkstoffdatenbanken sind nicht die Realität – sie sind ein Anfang.“

„Werkstoffdatenbanken sind nicht die Realität – sie sind ein Anfang.“"

🧠 In vielen Simulationen genügt ein Klick, und der Werkstoff ist zugewiesen: „Stahl 1.0038“, „Aluminium 6061“, „PA6-GF30“. Doch was dabei oft vergessen wird: 👉 Der echte Werkstoff hat ein ganzes Verhaltensspektrum – nicht nur einen E-Modul und eine Streckgrenze.

⚠️ Was Werkstoffdatenbanken NICHT liefern: • Verarbeitungseinflüsse → z. B. anisotropes Verhalten durch Walzen, Gießen, Drucken • Temperaturabhängigkeit der Kennwerte • Zeitabhängiges Verhalten (Kriechen, Relaxation) • Schädigungsparameter für Dauerfestigkeit & Low Cycle Fatigue • Nichtlineare Fließverhalten (kaltverfestigt, spröde, viskoplastisch) • Streuung realer Messwerte → keine Konfidenzintervalle

📉 Folgefehler in der Praxis: • FEM zeigt „OK“, Bauteil versagt bei Hitze • Dauerfestigkeit nicht berücksichtigt → Mikrorisse nach wenigen Zyklen • Bauteil verhält sich spröder oder duktiler als berechnet • Nichtübereinstimmung mit realem Prüfstand

✅ Was du brauchst: 1. Zugversuche + Wöhlerversuche an Serienmaterial 2. Kennwerte bei Einsatztemperatur messen 3. Kerbwirkungszahl & K-Faktor real ermitteln 4. Abgleich mit realen Belastungspfaden & Umgebungsbedingungen 5. Streuband statt Idealwert nutzen

💡 Fazit: Werkstoffmodelle in der Simulation sind nur so gut wie ihre Datenbasis. 👉 Und die Realität ist keine Excel-Tabelle. Wer echte Ergebnisse will, braucht echte Prüfungen – und echtes Verständnis.

💬 Wie stellt ihr sicher, dass euer Simulationswerkstoff dem echten Bauteilverhalten entspricht?

 
 
 

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