Wenn das Bauteil langsam fließt: Kriechen verstehen und vermeiden.“
- Konrad Walz

- Aug 30, 2025
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Wenn das Bauteil langsam fließt: Kriechen verstehen und vermeiden.“"
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🧠 In vielen Anwendungen entsteht die Belastung nicht plötzlich – sondern dauerhaft. Doch was, wenn das Material unter dieser konstanten Last langsam aber stetig nachgibt?
👉 Willkommen im Bereich der zeitabhängigen Werkstoffverformung: Kriechen.
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🧪 Was ist Kriechen?
Kriechen ist die plastische Verformung unter konstanter Last über Zeit – verstärkt durch Temperatur, Materialwahl und Bauteilgeometrie.
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🔍 Kritische Einsatzbereiche: • Dampfleitungen, Turbinengehäuse, Hochdrucksysteme • Lötverbindungen in Elektronik bei zyklischer Temperatur • Kunststoffe bei Langzeitbelastung (z. B. Schraubverbindungen) • Dichtungen, Dichtflächen, Isolatoren
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❌ Typische Fehler: • Bauteil „trägt“ anfangs → versagt aber nach Wochen oder Monaten • Keine Kriechprüfung im Werkstoffdatenblatt beachtet • Kunststoffteile unter Dauerzug oder -druck → bleibende Verformung • Keine Simulation mit Kriechmodellen (z. B. Norton-Modell) • Temperatur als „Einflussgröße“ ignoriert
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✅ So gehst du richtig vor: 1. Werkstoffdaten bzgl. Kriechen prüfen (z. B. bei PEEK, PTFE, Lötzinn etc.) 2. Langzeitverformung mit einplanen (insbesondere bei hohen Temperaturen) 3. Bei FEA: zeitabhängige Materialmodelle verwenden 4. Schraubverbindungen auf Vorspannungsverlust prüfen 5. Dauerhafte Kraft → immer kritisch betrachten – auch ohne Bewegung!
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💡 Fazit: Nur weil sich ein Teil nicht bewegt, heißt das nicht, dass es stabil bleibt. 👉 Kriechen ist der lautlose Werkstoffkiller.
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💬 Schon mal erlebt, dass ein Kunststoffteil plötzlich dauerhaft verformt war?
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