Wie du dünnwandige Frästeile zerschießt – und wie du es vermeidest.“
- Konrad Walz

- Aug 21, 2025
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Wie du dünnwandige Frästeile zerschießt – und wie du es vermeidest.“"
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📐 In der Konstruktion sehen dünnwandige Frästeile elegant aus. Aber: Wenn du sie falsch aufspannst oder in der falschen Reihenfolge bearbeitest, wird aus deinem CAD-Teil ein verzogener Blechflügel – auch bei 7075 oder 1.2312.
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🛠️ Typischer Praxisfall:
Du konstruierst eine Strukturplatte mit: • Grundplatte 10 mm • zwei Durchbrüchen 70x50 mm • umlaufender Wand: 3 mm • Material: EN AW-5083 • Planebenheit: 0,05 mm
Im CAD passt alles. Aber: 👉 Nach dem Entspannen biegt sich das Teil wie eine Schüssel. Warum?
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🔬 Ursache: Asymmetrische Spannung • Beidseitig unterschiedliches Volumen abgetragen • Innenausschnitt zu früh freigefräst • Einspannung nicht symmetrisch genug • Keine Zwischenentspannung
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✅ Lösung: Strategische Bearbeitung 1. Rohteil spannungsarm geglüht verwenden 2. Aufspannflächen zuerst bearbeiten (Flächenfräsen, Referenzen schaffen) 3. Außenkontur anlegen, aber nicht trennen 4. Nur Teilbereiche vorschruppen – Zwischenentspannung 5. Innenausschnitte zuletzt bearbeiten 6. Letzter Schnitt: Außen trennen → Das Teil bleibt in Spannung bis zum letzten Schritt – und hält die Form
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📏 Bonus: Konstruktionstipp • 3 mm Wände < 40 mm hoch? → Nutze Verstärkungsstege, die später entfernt werden • Nutze symmetrische Innenausschnitte → Verhindert einseitiges Wegbiegen • Simuliere Spannung + Verformung → Ansys Workbench / Simufact / NX Nastran
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💡 Fazit: Verzug ist kein Bedienfehler – sondern das Ergebnis einer nicht durchdachten Bearbeitungsstrategie.
👉 Wer abtragt, muss vorher nachdenken.
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💬 Fräst ihr eure dünnwandigen Teile sequenziell – oder komplett in einem Rutsch?
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