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Warum bestimmte Produkte nur unter kontrollierten Bedingungen entstehen dürfen – und was das fürs Design bedeutet.

Warum bestimmte Produkte nur unter kontrollierten Bedingungen entstehen dürfen – und was das fürs Design bedeutet."

In der Entwicklung technischer Produkte vergisst man schnell, unter welchen Bedingungen sie später produziert werden.

Doch gerade in der Medizintechnik, Halbleiter- und Optikindustrie kann ein einziger Partikel… • einen Laserstrahl ablenken, • eine Dosis verfälschen, • oder einen ganzen Mikrochip ruinieren.

🔬 Was ist Reinraumfertigung?

Ein Reinraum ist eine Umgebung, in der die Konzentration luftgetragener Partikel streng geregelt ist. Gemessen wird nach ISO 14644 (z. B. Klasse 7 = max. 352.000 Partikel ≥ 0,5 µm pro m³ Luft).

Aber: Es geht nicht nur um Luft! • Oberflächenreinheit • Einhaltung von ESD-Vorgaben • Kleidung, Verhalten & Bewegung der Mitarbeitenden • Verpackung nach GMP-Richtlinien

💡 Was heißt das für Konstruktion & Projektplanung? • Materialwahl: Keine ausgasenden Kunststoffe • Fügeprozesse: Kleben, Ultraschallschweißen, Laser – kein „Dreck“ • Montagefreundlichkeit: Minimale Handhabungsschritte • Partikelfallen vermeiden: Tote Zonen, Hohlräume, Hinterschneidungen • Bauteile nummerieren & Rückverfolgbarkeit garantieren

📌 Praxisbeispiel:

Ein mikrofluidisches Diagnostikgerät wurde im „normalen“ Umfeld vormontiert. → Ergebnis: Kontamination führte zu falschen Messwerten in 6 % der Einheiten → Rückruf, Imageverlust, Schaden im Millionenbereich

Nach Umstellung auf ISO 7-Reinraum + Designanpassung: Nullfehlerquote über 12 Monate!

Fazit:

👉 Wenn du im CAD den Reinraum nicht mitdenkst, wirst du ihn in der Serie bezahlen. Nicht immer sichtbar – aber garantiert spürbar.

 
 
 

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