Warum ±0,01 mm nicht gleich Qualität bedeutet.“
- Konrad Walz

- Aug 22, 2025
- 1 min read
Warum ±0,01 mm nicht gleich Qualität bedeutet.“"
⸻
📏 „Einfach alles auf ±0,01 mm tolerieren – dann passt’s.“ 🛠 Klingt sicher. Ist es aber nicht.
👉 Was viele vergessen: Enge Toleranzen sind kein Qualitätsmerkmal – sie sind ein Kostenfaktor.
⸻
❗ Häufige Missverständnisse: • „Je enger die Toleranz, desto besser die Passung.“ • „Die CNC kann das doch locker halten.“ • „±0,01 mm = hohe Qualität“ • „Lieber auf Nummer sicher gehen.“
➡️ Realität: • Teurer • Aufwändiger zu prüfen • Teilweise nicht notwendig • Führt zu unnötigem Ausschuss
⸻
✅ Wie du besser tolerierst: 1. Funktionsmaße analysieren → Nur dort enge Toleranzen, wo technisch nötig 2. Toleranzen mit Fertiger abstimmen → Was ist wirtschaftlich und reproduzierbar? 3. Bezüge setzen, statt willkürlich tolerieren → Geometrie kontrolliert führen 4. IT-Werte & Passungssysteme nutzen → Technische Toleranz statt Bauchgefühl 5. Funktionstests vor Serienfreigabe durchführen
⸻
💡 Fazit:
Toleranzen sind ein Werkzeug – kein Sicherheitsnetz. Wer alles gleich eng toleriert, verschwendet Zeit, Geld und Vertrauen.
👉 Konstruiere gezielt – nicht ängstlich.
⸻
💬 Wie geht ihr mit Toleranzvorgaben in eurem Team um? Gibt’s eine klare Regel – oder Bauchgefühl?
Comments